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Abriß der Bergbaugeschichte |
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in
Freiberg erstmals um 1168 Silberfunde
gemacht wurden, achteten die Siedler, die flußaufwärts zogen und den
Wald rodeten, wohl genauer auf Erzlagerstätten. Am Ende des 13. Jahrhunderts, wohl um
1280, wurden auch
die Erzvorkommen am
Ullrichs- oder Ullersberg zu Wolkenburg entdeckt, während die
reichen Silber- und Kobalterzlagerstätten in den noch kaum besiedelten
Hochlagen des Erzgebirges bis ins 15. und 16. Jahrhundert auf ihre
Entdeckung warteten.
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So ist es
nicht verwunderlich, daß die erste urkundliche Erwähnung der Gruben um
Wolkenburg schon auf das Jahr
1351 zurückgeht.
Damals verhandelten die Herren Volrad und Busso von Colditz mit Friedrich
III., Der Strenge genannt und seinerzeit Markgraf zu Meißen, "Wegen
des Berkwercks am Ulrichsberg".
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| Bis 1841
wurde mit unterschiedlichem Erfolg in dieser Gegend Bergbau betrieben. Von
der Intensität des Bergbaus zeugen mehr
als 26 namentlich überlieferte Gruben
und eine Vielzahl noch erhaltener Sachzeugen des Bergbaus. Für die
Aufbereitung wurde eine eigene Pochwäsche im südöstlich liegenden Tal
des Herrnsdorfer Bachs errichtet.
Bis 1367 hatte der Silber-Bergbau seine erste Blütezeit. Im Jahr 1390 erlaubten die Markgrafen zu Meißen, Wasserkünste zu errichten. Dies zeigt, daß zu dieser Zeit die oberflächennah liegenden Reicherze bereits erschöpft waren und die Gruben in größere Tiefe vordrangen, aus der das Grundwasser gehoben werden mußte. Der nötige Aufwand und die bescheidenen technischen Möglichkeiten im Mittelalter führten um 1400 erstmals zum Erliegen des Abbaus.
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| Beflügelt
durch die reichen Silberfunde im oberen Erzgebirge begann man im 16.
Jahrhundert auch in Wolkenburg damit, alte Gruben zu untersuchen und
erzhöffige Gruben neu aufzunehmen. Unter Heinrich von Maltitz am
Hüttenberg begann nach einhundertjähriger Unterbrechung im
Jahr 1519 eine neue
Blütezeit des Wolkenburger Bergbaus. 1540 wurden auf der Fundgrube "St.Jakob"
neue Maßgruben verliehen und 1548 wird die Zeche "St.Thomas"
erstmals urkundlich erwähnt. Dieser Periode setzten erst Pest und Dreißigjähriger Krieg
im Jahre 1616
ein neues Ende.
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| Im 18.
Jahrhundert fanden sich wieder Kapitalgeber, die eine Wiederaufnahme
der Fundgrube "St.Anna" ermöglichten. 1713
beginnt in dieser Grube wieder der Erzabbau. Die heilige Anna wurde
mehrfach als Schutz- und Namenspatronin für Bergwerke gewählt. Neben der
bekannten Bergstadt Annaberg-Buchholz stand sie auch für die Im Jahre 1739 beginnt man, am "Victor Stehenden" den "Seegen-Gottes-Erbstolln" als Wasserlösestollen vorzutreiben, um auch hier Erze aus größeren Tiefen fördern zu können. Nach zehn Jahren schwerer Schlegelarbeit durch den steinharten Granulit hatte man 1749 den Durchbruch zum Tagesschacht auf dem Erzgang geschafft. Bis ins Jahr 1801 lieferten die Bergwerke Silbererz an die Hüttenwerke in Freiberg. Weitere Versuche bis 1843, den Bergbau fortzuführen, blieben erfolglos.
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Während des
2. Weltkrieges wurde ein Teil der St.Anna-Grube
zum Luftschutzkeller für
die Arbeiter der nahegelegenen Papierfabrik hergerichtet. Dabei wurde ein
großer Teil der alten Strossenbaue verfüllt und eine größere Kammer
ausgehauen. Auch dies ist ein Teil der wechselvollen Geschichte des
Wolkenburger Bergbaus - und es erinnerte wieder einmal an die noch
existierenden Bergbauhohlräume.
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Seit 1980
- also 180 Jahre nach der Einstellung des Erzförderung - übernahm die
Arbeitsgemeinschaft Altbergbau & Geologie Westsachsen e.V. die
schwierige Aufgabe, die verbliebenen Zeugnisse zu erforschen, zu sichern
und zu erhalten. Hier unten im Tagesschacht legen wir zur Zeit weitere Hohlräume frei. Inzwischen sind wir auf Grundwasser gestoßen und brauchen die Hilfe von Spezialisten
Diese Aufgaben werden uns wohl noch lange beschäftigen... |
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